Höhen bezeichnen im Bereich Kopfhörer und Audio üblicherweise den Frequenzbereich zwischen 2000 Hertz (2 kHz) und 20000 Hertz (20 kHz). Sie entsprechen Obertönen, Zischlauten, Becken, Triangel sowie hohen Lagen der Streichinstrumente in der Musik und sind der entscheidende Bereich für die „Luftigkeit“ und „Helligkeit“ des Klangs. Einfach gesagt bestimmen die Höhen die Klarheit, Detailwiedergabe und Räumlichkeit des Klangs – fehlen sie, wirkt der Gesamteindruck dumpf und verschwommen, als ob ein Tuch dazwischenläge.
Für den Höreindruck beeinflusst die Abstimmung der Höhen direkt den Stilcharakter eines Kopfhörers. Übermäßig starke und spitze Höhen erzeugen ein „scharfes“ oder „überbetontes Zischlaut“-Gefühl und ermüden bei langem Hören; hingegen sorgen sanfte, natürlich verlaufende Höhen für einen klaren, glanzvollen und vielschichtigen Klang, der die Trennung der Instrumente und die Bühnenabbildung verbessert. Beim Kauf ist die Höhenwiedergabe ein wichtiger Indikator für die Qualität eines Kopfhörers, besonders für Liebhaber klassischer Musik, Streicher oder Gesang – jedoch sollte man darauf achten, dass der Übergang zu den Mitten und Tiefen nahtlos ist, um einen „Bruch“ oder einen „trocken-kalten“ Eindruck zu vermeiden.
Praktischer Tipp: Wählen Sie beim Probehören hochwertige Aufnahmen mit vielen Becken oder Triangel und senken Sie die Lautstärke leicht ab. Wenn Sie auch bei geringer Lautstärke feine Obertöne klar wahrnehmen können, ohne dass es scharf klingt, dann ist die Höhenverarbeitung dieses Kopfhörers ausgezeichnet.